BRAUNAUER KULTURSOMMER

08. JULI BIS 06. AUGUST 2022

KIRCHENPLATZ UND INNENSTADT BRAUNAU


Die Innenstadt von Braunau wird vom Freitag, 8. Juli bis Samstag, 6. August 2022 wieder zur Freiluftbühne. Mit dem Slogan „Friede, Freude, Eierkuchen“ kehrt der Braunauer Kultursommer nach zwei Jahren Pandemie von der Spielstätte im Konventgarten des Schlosses Ranshofen wieder in die Braunauer Innenstadt an den Kirchenplatz zurück. Voller Hoffnung und Zuversicht bringt das Bauhoftheater im Sommer 2022 mit dem Theaterstück LYSISTRATA, der Familientheaterproduktion „Das Gespenst von Canterville“ und einem kleinen Rahmenprogramm wieder Kunst in die Stadt und macht das Zentrum von Braunau zur Freiluftbühne.

Die letzten zwei Jahre wurden wir geprüft. Es stellten sich unweigerlich die großen Fragen: Was ist uns als Gesellschaft wichtig und was weniger? Auf was kann verzichtet werden, auf was nicht? Was ist „systemrelevant“, was nicht? Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Teile der Kulturszene, weniger die großen, öffentlich und öffentlich-rechtlich geführten Häuser, sondern eher die privat und privatwirtschaftlich organisierte Kunst besonders davon betroffen sind. Dies in zweierlei Hinsicht: Zum einen mit dem Blick auf die permanente Unterbrechung und Behinderung des künstlerischen Prozesses, zum anderen hinsichtlich der fragilen, materiellen und ideellen Form künstlerischer Existenzen und Berufe. 

Diesen Befund bestätigt auch der grenzübergreifend arbeitende Verein „bauhoftheater braunau“ und hofft als „Kultur-Nahversorger“ auf mehr Planungssicherheit in der laufenden Saison, denn die letzten beiden Jahre konnten fast ausschließlich Veranstaltungen in den Sommermonaten halbwegs wie vorgesehen stattfinden. Pandemiebedingte Absagen und Verschiebungen im Frühjahr und im Herbst 2021 mussten hingenommen werden und im Winter gab es schließlich gar keine Events mehr. Der Aufwand, Kunst und Kultur zu organisieren, ist enorm und mit immer höheren Kosten verbunden. Es bedarf großer Flexibilität und Nervenstärke aller Beteiligten.

Doch das Licht am Ende des Tunnels ist nun endlich zu sehen und unser Anspruch, Kunst zu produzieren und den Menschen diese nahezubringen ist ungebrochen. Denn das Erschaffen und gemeinsame Konsumieren von Kulturgütern ist ein angeborenes und lebensnotwendiges Bedürfnis des Menschen. Kunst heilt, baut Brücken und lässt uns den Weltschmerz sowie den grauen Alltag kurz vergessen. Das wird uns besonders in den dunklen Stunden, aber auch durch die derzeitige, elektrisierende Aufbruchsstimmung bewusst. Ohne Kultur ist das Leben einfach zu still, zu fahl, zu demoralisierend und zu bedrückend. Auch wenn 2022 vielleicht noch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein wird, so darf man es sich doch wünschen.


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