1. Juli 2019
Danton

Zum Stück
"Die Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen, der Ofen glüht, wir alle können uns die Finger dabei verbrennen!" (Danton)
Im Jahr 1794 steckt die Revolution in der Krise: Zwar ist die Monarchie gestürzt und die Republik gegründet, aber das Volk lebt weiter im Elend. Die „soziale Revolution", sichtbar gemacht durch eine gerechte Güterverteilung, bleibt aus. In dieser Situation stellt sich Georges Danton, früher ein enger Gefolgsmann Robespierres, fast desillusioniert die Frage, ob eine freie Gesellschaft wirklich auf Grausamkeit gegründet werden kann, und fordert Mäßigung und Freiheit.
Robespierre und seine radikalen Anhänger dagegen wollen die Terrorherrschaft aufrechterhalten. Fünf Jahre nach dem Sturm auf die Bastille ist von den einstigen Forderungen nicht mehr viel übrig. Die Revolution hat längst ihre Ideale verloren und eine unbeherrschbare Eigendynamik entwickelt. Täglich fordert sie neue Opfer, und Danton und seine Freunde geraten so selbst in den Fokus des Terrors und werden schlussendlich zum Tode verurteilt.
„Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder." (Danton)
An dieser Stelle eine Analogie zu den europäischen und weltweiten Krisen und Revolutionen unserer Zeit zu knüpfen, ist einer der Kerngedanken für unsere Inszenierung. Denn selten gelingt es, die vermeintlichen Errungenschaften einer Revolution zu bewahren und in eine demokratische Ordnung zu integrieren. Wenn Robespierre vom TERROR (hier vom Staat ausgehend) als einzigem Mittel zur Verteidigung der TUGEND spricht, erreicht der Text bis heute erschreckende Aktualität.
Menschlich stellt sich die Frage, ob Danton und seine Freunde wirklich Vorkämpfer für Menschlichkeit und Freiheit sind oder ob sie nur ihre eigenen Privilegien verteidigen: Steckt in uns allen das Tier, welches nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist?
„Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, dass sich vieles ändert, bloß nicht die Menschen!" (Marx)


Boris Schumm
Georges Danton, Deputierter


Patrick Brenner
Maximilien de Robespierre, Wohlfahrtsausschuss


Nadine Konietzny
Marion, Dantons Hure


Thomas Fuchs
Lacroix, Deputierter


Jakob Hirmer
St. Just, Wohlfahrtsausschuss


Guido Drell
Camille Desmoulins, Wohlfahrtsausschuss


Dita Sommerauer
Lucile, Desmoulins Gemahlin


Robert Ortner
Collot d'Herbois, Wohlfahrtsausschuss


Hans Peter Luibl
Legendre, Wohlfahrtsausschuss


Gerhard Kasinger
Philippeau, Deputierter


Jennifer Kastinger
Julie, Dantons Gemahlin


Günter Gatterbauer
Simon, Volk / Souffleur


Elke Kaiser
Adelaide, Hure / Volk


Valerie Zach
Rosalie, Hure / Volk


Bernadette Prähofer
Weib von Simon, Volk


Rico Grunert
Bürger / Erster Henker, Volk


Alex Morgenroth
Bürger / Zweiter Henker, Volk


Stefan Kreilinger
Bürger, Volk


David Bauer
Ein junger Mann, Adeliger


Ines Reinelt
Bürgerin, Volk


Evi Bauer
Bürgerin, Volk


David Hirmer
Bürger, Volk


Verena Kronberger
Bettlerin, Volk


Sarah Spermann
Bürgerin, Volk
Musik

Florian Strober
Percussion/electronics/vocals

Clemens Riedl
Keys/electronics/trumpet
Regie und Produktion
Robert Ortner
Regie & Texte
Wolfgang Dorfner
Regie & Produktion
Evi Bauer
Regieassistenz
Dita Sommerauer
Produktionsassistenz
Bühnenbild und Technik
Kerstin Kaseder
Bühnenbild
Sonja Huber
Maske
Elke Kaiser
Kostüme & Ausstattung
Ralf Kuchler
Grafik, Technik & Marketing
Markus Kronberger
Technik
Gunnar Bresnik
Bühne
Gerhard Ortner
Licht
Organisation
Tina Rechl
Mädchen für alles
Claudia Hirmer
Karten & Kasse
Lina Reczko
Karten & Kasse
Annemarie Huber
Karten & Kasse
Gabriele Pointner
Sponsoring
Alex Morgenroth
Online / Website & Ticketshop
Jakob Hirmer
Künstlerische Beratung
Hans Dzugan
Sicherheitsbeauftragter
Florian Kotanko
Lektorat / Historische Beratung
Robert Banfic
Fotos
Stefan Kreilinger
Marketing & Fotos
Heli Stonig
Trailer
Videos zur Produktion
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Danton – Teil 1
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Danton – Teil 2
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