
Satirische Theaterkomödie · frei nach Curt Goetz
Regie: Robert Ortner & Wolfgang Dorfner
Nachbericht Theatersommer 2026 – rund 1.900 Gäste
Der Satellit des guten Willens
Neun Vorstellungen, eine neue Spielstätte, ungewohnte Bedingungen und jede Menge neue Erfahrungen: Das bauhoftheater blickt auf einen besonderen Theatersommer in der Schlossscheune Ranshofen zurück.
Vor allem aber möchten wir Danke sagen. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren fleißigen Bauhofianer:innen, die vor, hinter und neben der Bühne unzählige Stunden investiert, angepackt, organisiert, aufgebaut, umgebaut und dafür gesorgt haben, dass am Ende doch immer alles seinen Platz gefunden hat. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Sponsor:innen, Förder:innen, Partner:innen und Spender:innen, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben.
Und natürlich bei unserem Publikum. Danke für so viel Neugier, Interesse, Offenheit und Verständnis für unseren Testlauf in einer neuen Location. Wir haben uns heuer bewusst auf viele neue Bedingungen eingelassen. Manches hat auf Anhieb funktioniert, manches wurde erst im Laufe der Saison rund und an einigen Stellen wurde es durchaus knapp. Umso schöner war es, dass ihr diesen Weg mit uns gegangen seid und uns mit euren Rückmeldungen und eurer positiven Energie begleitet habt.
Auch nach den Vorstellungen war noch lange nicht Schluss: Jeden Abend gab es Musik und Gelegenheit, den Theaterabend gemeinsam ausklingen zu lassen. Das Harry Ahamer Acoustic Duo und Wild Wood sorgten an zwei Abenden für Livemusik, an den übrigen Terminen wurde ebenfalls aufgelegt, geplaudert, angestoßen und weitergefeiert. Wegen der großen Nachfrage kam mit dem 6. August sogar noch ein zusätzlicher Termin dazu. Damit waren es insgesamt neun Vorstellungen.
Mit „Ausbruch des Weltfriedens“ haben wir heuer ein Stück gespielt, das vielleicht etwas anders war, als es langjährige Besucher:innen vom bauhoftheater gewohnt sind. Kürzer, weniger bombastisch und mit einer anderen Dynamik. Dafür mit schwarzem Humor und einer Satire, die bewusst kräftig auf die Spitze getrieben wurde.
Denn fast die gesamte Handlung spielt sich in den Gedanken und im Traum des Premierministers ab. Die Figuren sind deshalb keine realistischen Charakterstudien, sondern bewusst überzeichnete Karikaturen und Klischees, sogenannte „Schubladenmenschen“. Sie zeigen, wie ein älterer Politiker sich die Welt und die Menschen darin mit seinen Vorurteilen zurechtlegt. Manche Situationen waren dadurch vielleicht nicht ganz leicht verdaulich und sehr übertrieben. Aber genau diese Überzeichnung gehört zum satirischen Kern des Stücks.
Uns hat die Produktion jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Und jetzt nehmen wir uns Zeit für die Nachbesprechung. Eure Rückmeldungen, Erfahrungen und Anregungen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Wir schauen genau hin, was sich bewährt hat, wo wir nachschärfen müssen und was wir aus diesem besonderen Sommer mitnehmen können.
Denn eines steht schon jetzt fest: 2027 wollen wir uns wieder in voller bauhoftheater-Stärke präsentieren. Mit den Erfahrungen aus diesem Testlauf, neuen Ideen und hoffentlich wieder mit euch.
Vielleicht klappt es mit dem Weltfrieden im Großen nicht immer. Im Kleinen können wir trotzdem etwas dafür tun: zusammenhalten, reflektieren, ein bisschen weniger Hass, Furcht und Missgunst und dafür etwas mehr guter Wille. Vielleicht haben uns die Strahlen des SAGUWIL, unseres Satelliten des guten Willens, ja doch ein kleines bisschen erwischt.
Danke, dass ihr diesen Sommer mit uns erlebt habt.