"MOMO"
Juli 2002 -
Gefängnishof, altes Gefängnis Braunau

frei
nach Michael Ende 
Das
Stück:
Das Rätsel "Zeit" selbst ist es, worum
es in diesem Stück geht, ein Rätsel, das
nachdenkliche Kinder und Erwachsene, die noch nicht
verlernt haben, sich über das scheinbar Selbstverständliche
zu wundern, gleichermaßen beschäftigen
kann. Die Geschichte von Momo ist in jenem Reich der
Phantasie angesiedelt, das im Nie und Nirgends liegt
oder auch in einer zeitlosen Gegenwart.
Eine gespenstische Gesellschaft
"Grauer Herren" ist am Werk und veranlaßt
immermehr Menschen Zeit zu sparen. Doch Zeit ist Leben,
und das Leben wohnt im Herzen. Je mehr die Menschen
daran sparen, desto ärmer, hastiger und kälter
wird ihr Dasein. Die diese zunehmende Lieb- und Leblosigkeit
zu spüren bekommen sind vor allem die Kinder,
aber auch alle anderen Menschen.
Als die Welt schon fast den "Grauen Herren"
zu gehören scheint, entschließt sich Meister
Hora, der geheimnisvolle "Verwalter der Zeit",
endlich zum Eingreifen, doch braucht er dazu die Hilfe
des Menschenkindes "Momo". Die Welt steht
still und Momo, die Heldin der Geschichte, kämpft
ganz allein, mit nichts als einer Blume und dem zeitlosen
Wesen Kassiopeia, gegen die "Grauen Herren"
- und siegt auf wunderbare Weise. Alle Lebenszeit,
um die die Menschen bisher betrogen worden sind, kehrt
zu ihren Eigentümern zurück. Die heillose
Welt ist heilbar.
Ein Märchen? Man kann
es so nennen, wenn man die Bezeichnung im Sinne der
Romantiker versteht, denn Tag und Traum durchdringen
sich gegenseitig auf poetische Weise. Und doch sind
es zugleich Fragen unserer gegenwärtigen und
zukünftigen Wirklichkeit, die sich in vielen
Figuren und Schicksalen wiederspiegeln.
Fragen wir uns doch einmal selbst, wie wir mit unserer
Zeit umgehen, wofür wir sie verwenden, womit
wir sie verschwenden?
Das hier aufgeführte Theaterstück
stellt eine neu zusammengestellte Kombination aus
Buch und Film dar.
Der
Spielort:
Als Spielort wurde der Innenhof des ehemaligen Gefängnisses
in Braunau gewählt. Dieses alte Gebäude
mit seinem, vor sich hin verfallenden Innenhof, war
für uns der richtige Platz um "MOMO"
als Freilufttheater zu inszenieren. Diese morbide
Atmosphäre als Sinnbild der Vergänglichkeit,
die leicht beängstigende Enge des Platzes und
die Möglichkeit den Platz von allen 4 Seiten
zu bespielen sind sowohl für die Zuschauer als
auch für die Schauspieler tragende Elemente dieser
Inszenierung. So werden Szenen in den ehemaligen Gefängniszellen
oder aus Fenstern hinter und/oder über den Köpfen
der Zuschauer gespielt - teilweise nicht wirklich
sichtbar für den Zuschauer aber hörbar unddamit
eine gespenstische Atmosphäre vermittelnd
DarstellerInnen:
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Sara Schmitzberger: Momo
Markus Schwarz: Beppo Straßenkehrer
Tanja Krumpholz: Gigi
Hans Dzugan: Meister Hora
Stephanie Senninger: Nino / Kassiopeia
Robert Ortner: 1. Grauer Herr
Tanja Wegener: Agent / 2. Grauer Herr
Julia Bruckbauer: Richter / 3. Grauer Herr
Julian Dzugan: Wachtmeister / 4. Grauer Herr
Bettina Guggenberger: Hr. Fusie / 5. Grauer Herr
Olaf Frauscher: Lehrling / 6. Grauer Herr
Stephanie Rögl: Nicola / Polizist / 7. Grauer
Herr
Johanna Dzugan: Managerin
Bühne:
Herbert Wagner, Nicole Frauscher, Sandra Schwarzenbacher
Maske:
Nicole Frauscher, Sandra Schwarzenbacher, Nicole Stadler
Technik:
Hubner Jürgen, Kurt Schwarz
Studiotechnik:
Kurt Schwarz, Robert Ortner
Konzeption/Regie:
Robert Ortner
Dauer: ca. 100
min. - keine Pause
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